Ruderjugend Sachsen-Anhalt





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B e r i c h t e

Die Boot-Athleten erwachen aus ihrem Winterschlaf

Weißenfelser RV startet mit 4. Stadtwerke-Ergometercup in die neue Saison

Halle/MZ. Das Bootshaus war propenvoll. Dicht an dicht drängten sich rund 100 Ruderer und deren Anhänger im Saal der Gaststätte rund um die fünf Ruder-Ergometer. Zum vierten Mal hatte der Weißenfelser Ruderverein (WRV) zum Stadtwerke-Cup eingeladen, der sich allmählich zum stimmungsvollen Saisonauftakt entwickelt. "Das ist die erste Überprüfung der Leistungsfähigkeit unserer Sportler nach der Winterpause", erzählte Dagmar Ritter, Cheftrainerin beim WRV.

"Seit November waren wir nicht mehr auf dem Wasser und haben uns mit Übungseinheiten auf den Ergometern fit gehalten", sagte die 54-Jährige. Klar, dass da ihre Schützlinge heiß auf den ersten sportlichen Vergleich waren. Ritter freute sich zudem, dass dieser erste Wettkampf eine immer bessere Resonanz erlebt.

Dazu trägt vor allem die aufwendige Technik bei, die für die vereinsinternen Duelle aufgefahren wird. Alle fünf Sportgeräte sind an einen zentralen Computer angeschlossen. Die zurückgelegte Strecke jedes Sportlers wird dort erfasst und dann über einen Projektor auf einer Leinwand optisch wiedergegeben. "Die Boote werden durch gelbe Schiffchen dargestellt, die sich an einem Zahlenstrahl, der die zurückgelegten Meter angibt, entlang fortbewegen. Dadurch entsteht ein richtiger Renncharakter", war Ritter ebenso von der Atmosphäre begeistert wie Steffen May (Stadtwerke) und der WRV-Vorsitzende Klaus Ritter.

In der Tat kannten Jubel und Anfeuerungsrufe bei den Anwesenden keine Grenzen und im ohrenbetäubenden Lärm verstand so mancher sein eigenes Wort nicht mehr. "Für viele Eltern ist es ja die einzige Möglichkeit, ihre Kinder hier in Weißenfels bei einem Wettkampf zu erleben, weil wir selbst keine Regatta durchführen", so Ritter. Höhepunkt war zweifelsohne die aus allen Altersklassen zusammengesetzte gemischte Vereinsstaffel über neun mal 30 Sekunden. Mit genau 1 111 Metern war das Team Böttger, Woiki, Fergin, Lange, Kroll, Elison, Pfauter und Rosenberg das schnellste.

Zuvor kämpften insgesamt 54 Ruderinnen und Ruderer über die Streckenlängen von 500 bis 2 000 Metern um die Altersklassensiege. Die jüngsten Teilnehmerinnen waren Viviana Rößler und Jessica Lange in der Altersklasse (AK) 10, wobei Rößler am Ende die Nase vorn hatte. Edeltraut Meinhardt ging als Älteste im Feld an den Start. Die 62-Jährige zeigte sich topfit und belegte bei den Frauen letztlich den dritten Platz. Am stärksten besetzt war die männliche AK 13. Neun Jungen stiegen hier in die Riemen. Dabei erruderte Steve Woiki einen klaren Start-Ziel-Sieg vor seinem Doppelvierer-Kollegen Phillip Eisenschmidt.

Das erste Mal überhaupt nahmen die Sportler der AK 11 teil. Hier siegten Lucas Lange und Lisa Eisenschmidt. Bei den Junioren verpasste Niels Elison, der seit August 2009 im Leistungszentrum Halle trainiert, sein persönliches Ziel, die 2 000 Meter unter sieben Minuten zu rudern, knapp. Dazu fehlten ihm nur zwei Sekunden.
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Bericht Matthias Zahn
 
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