Team der Goetheschule gewinnt beim 9. Rotary-Cup im Ergometerrudern. Eltern und Lehrer verfolgen Rennen am Bildschirm.

Ganz schön ins Schwitzen kamen die Schüler beim neunten Rotary-Cup am Mittwoch im Bootshaus des Bernburger Ruderclubs. 16 Mannschaften aus vier Grundschulen gingen an den Start und kämpften dort auf dem Ruder-Ergometer um den Sieg. Eltern, Mitschüler und Lehrer konnten die spannenden Rennen live am Bildschirm mit verfolgen.
"Das war echt anstrengend", musste Brian Börner feststellen, als er vom Gerät stieg. Dennoch habe es "richtig Spaß gemacht", meinte der elfjährige Schüler der Regenbogenschule, der zum ersten Mal gerudert hatte. Der neunjährige Tobias Rothe stimmte ihm zu. Zwar konnte er nichts zur Mannschaftswertung beitragen, weil die Mannschaft voll war. Aber er hat es ausprobiert und anschließend seine Mitschüler kräftig angefeuert. Zumindest einem Team der Regenbogenschule, der Nummer 14, schien die Unterstützung geholfen zu haben, denn es belegte den dritten Platz und konnte sich damit, neben einem T-Shirt und einer Urkunde, über 50 freuen.

622 Meter standen am Ende zu Buche und das reichte ganz knapp vor dem Team Nummer 16 von der Goetheschule zum Sprung auf das Treppchen. Aber auch der Abstand zu den Zweitplatzierten, dem Team Nummer Zehn der Diesterwegschule war denkbar knapp. Nur sieben Meter Vorsprung. Den Sieg und den Gewinn von 150 sicherte sich ziemlich souverän hingegen das Team 15 der Goetheschule mit 661 Metern. Zunächst hatten die vier Starter der Teams allerdings 30 Sekunden auf dem Ergometer rudern müssen. Diese Meter wurden dann zusammengezählt. Die vier besten Teams qualifizierten sich für das Finale, wo es dann galt, innerhalb von 45 Sekunden die meisten Meter zu errudern. Dort wurde es noch einmal spannend, denn die bisherige Reihenfolge konnte wieder durcheinander gewirbelt werden. So hatte jedes Team die Chance, den Wettbewerb zu gewinnen.

Am Ende legte sich sogar Helmut Ibsch, Mitglied im Rotary-Club und im Sparkassen-Vorstand, selbst in die Riemen und gab dabei keine schlechte Figur ab. Immerhin konnte er die Wertung bei den Männern - von vier Startern - mit 220 Meter gewinnen. Unter den fünf Teilnehmern bei den Frauen hieß die Siegerin Heike Muth, die 200 Meter schaffte. "Wenn man diese Begeisterung sieht, wird es sicher auch einen zehnten Rotary-Cup geben", ist sich Ibsch sicher. Und auch Maik Wartmann war ganz angetan. "Die Kinder waren in diesem Jahr äußerst engagiert", meinte der Trainer des Ruderclubs. Der Rotary-Cup ist aber nicht nur ein sportliches Vergnügen für die Mädchen und Jungen aus den Grundschulen. Es ist die einzige Chance für den Verein, neue Mitglieder zu gewinnen. Denn an den Schulen selbst darf nicht mehr gesichtet werden. Wartmann erhofft sich, dass einige bei dem Wettbewerb auf den Geschmack gekommen sind. Er hat auch schon einige große athletische Mädchen entdeckt, die gut geeignet zum Rudern wären. Aber auch einige Jungen hätten Potential. Und er machte allen Kindern Mut: Für eine Mannschaftssportart, wie es das Rudern ist, benötige man kleine und große Sportler.

Bericht Susanne Weihmann, Fotos Hiltrud Gebhardt



     www.RuderjugendSachsenAnhalt.de