Ruderjugend Sachsen-Anhalt





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B e r i c h t e

Neptuns Häscher ohne Erbarmen
Ferienfreizeit der Ruderjugend in Zschornewitz

Früher oder später landeten sie alle in Neptuns Reich. Der Meeresgott schickte seine Häscher wieder und wieder aus, kannte kein Erbarmen. Strafe gab es für "jede Menge Blödsinn", "das Quatschen ohne Pause", das falsche Benehmen im Wasser. Die Ruderjugend Sachsen - Anhalts machte einmal mehr Station im Ruderzentrum Zschornewitz und verbrachte dort die alljährliche Ferienfreizeit.

"Natürlich geht es hier nicht in erster Linie ums Rudern", sagt der Zschornewitzer Ruder - Chef Ingo Brämer. In den Ferien werde auch nicht trainiert. "Aber Spaß sollen alle haben. Das bringt die Kinder und Jugendlichen noch näher zusammen." 135 Nachwuchs-Ruderer waren eine Woche lang in Zschornewitz zu Gast. Zu Hause sind sie in Magdeburg, Halle, Dessau, Schönebeck, Weißenfels. Wittenberg und eben Zschornewitz. Die meisten kennen sich seit Jahr und Tag, sitzen oft genug in Renngemeinschaften in einem Boot. Deshalb brauchte es auch dieses Mal kein langes Abtasten. "Hier läuft alles wie in einer großen Familie", betonte Ingo Brämer.

Das hieß auch klare Regeln einzuhalten. Küchen - Tischdienste waren an der Tagesordnung. "Jeder einmal", wurde zum Motto. Mit mehr oder weniger großer Freude gingen die Ruderer auch an diese Aufgabe. Dass sie in anderen Bereichen viel mehr Elan zeigten, war allerdings auch nicht zu übersehen. Spaß haben, hieß vor allem Sport zu treiben. Die Wasserratten gingen dafür sogar fremd. Sie spielten Fußball, übten sich im Beach - Volleyball. "Muss auch mal sein", erklärten die Gastgeber, die Engagement am Ende mit Urkunden und Medaillen belohnen wollten. Es brauche schon einen kleinen Anreiz, wusste Ingo Brämer, der mit seinen Mannen dieses Mal etwas bisher noch nicht Erlebtes präsentieren konnte. Die Ruderer kletterten zum ersten Mal in luftige Höhen und veranstalteten auf der Hochkippe unter rauschenden Windrädern ihre große Grillparty.

Mit von der Partie waren dabei auch diejenigen, die trotz Ferien-Fetz erst einmal bei der Prüfung überzeugen mussten. Die Technikstufen I und II wurden abgenommen. Sie braucht es, um sicher im Boot hantieren und am Ende auch an Wettbewerben teilnehmen zu können. Das Einmaleins des Ruderns lernten die Jüngsten schnell, die Freude über das besondere Zeugnis war natürlich groß. Doch keine Ferienfreizeit ohne außergewöhnliche Ideen. Entencontest ist eine davon und offenbart sich als Angelegenheit für harte Männer. Aus gut zwei Metern Höhe stürzen diese sich ins Wasser. Einziges Ziel: den schönsten Bauchklatscher produzieren.

Die Lacher hatten die Wagemutigen auf ihrer Seite, über Jubel und Applaus konnte sich allerdings auch Neptun Ralf Warzechna freuen. Der Weißenfelser hüpfte von einem Bein aufs andere, brabbelt unverständliche Worte ins Mikrofon. Doch seine Nixen übersetzten. Es gab reichlich Pampe und Schlagsahne auf den ganzen Körper , neue Namen, die von "zu kurz gebratener Speckfisch" bis "vorlaute Seeschlange" reichten, sowie ein kühles Bad in Neptuns Reich.


Bericht Falk Brämer
 
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